Kon´nichiwa Japan


„ Japan also?…Zum Campen? “ „ Mmmmh ich denke schon ,dass das funktioniert. Da kann es nicht nur Zivilisation geben, irgendwo ist da auch Natur und da will ich campen.“ So in etwa fingen unsere ersten Diskussionen an, ob Japan für unsere Art zu reisen geeignet ist oder nicht. Sehr früh fand ich heraus dass Campen mit Zelt etwas schwieriger wird als ursprünglich gedacht, da klassische Campingplätze a) zu teuer, b) zu luxuriös und c) kaum auffindbar sind. Durch einige wenige Blogs zu dem Thema las ich zum ersten Mal von den Japancampers, einer kleinen, privatgeführten Vermietungsfirma für Campervans. 

Die Vorteile an einem Campers: Wo legal geparkt werden darf, dürfen wir auch übernachten. Zweiter Vorteil: In Japan gibt es ein perfekt ausgebautes Rastplatzsystem namens „Michi no Eki“, was soviel heisst wie Straßenbahnhof, und neben tollen Marktständen der heimischen Bauern, auch saubere Toiletten und meistens ein Restaurant oder einen Shop aufweist.

So wird unsere Vorstellung von Campen realistischer und wir können mit der konkreten Planung beginnen. Der erste Kontakt mit den Japancampers ist äußerst nett, die Preise fair und der Mazda Bongo schnell für drei Wochen gebucht. Vier Wochen wollen wir insgesamt bleiben, aber für Tokio werden wir eher kein Auto brauchen. 

Außer dem Flug und unserem Camper haben wir mal wieder nichts vorab reserviert, und auch bei der Streckenführung lassen wir uns von Tag zu Tag treiben. Das war bisher immer unser größter Luxus, sich treiben zu lassen und morgens nicht zu wissen wo wir abends sein werden.

 

 

Über Moskau fliegen wir nach Tokio-Narita, durchlaufen in nur zwei Minuten den überaus freundlichen Zoll, nehmen den Zug nach Narita Station und werden von Daishi von den Japancampers herzlich empfangen. Wir fühlen uns auf Anhieb super wohl. Es gibt keine Spur von Fremde oder Exotik, bei der man sich akklimatisieren müsste. Was haben wir auch erwartet? Dass alle Japaner so sind, wie bei Takeshi´s Castle? Ich bin total schockverliebt in die fast schon übertriebene Freundlichkeit und Sauberkeit der Japaner, ihre Detailverliebtheit, ihre Genauigkeit und Pünktlichkeit. Die Dame am Fahrkartenschalter der Bahn übergibt mir mit zwei Händen das Fahrkärtchen, verbeugt sich mehrmals tief vor mir und winkt uns gefühlte fünf Minuten hinterher, als hätte ich den ganzen Zug gekauft, anstatt zwei Tickets für 2,80€.

 

 

 

Nachdem wir unser Gepäck im Bus verstaut und getankt haben, machen wir uns auf aufs Land Richtung Norden. Durch Reisfelder und kleine Dörfer fahren wir etwa drei Stunden bis Nikko. 

Der Zedernwald am Rande der ersten Berge, ist vollgestopft mit buddhistischen und shintoistischen Tempeln und Schreinen. Für Japan „ungewöhnlich aufwändig verziert“ seien die buddhistischen Tempel. Und ja es stimmt, wir stehen Punkt acht Uhr morgens alleine, ohne Menschenmassen in der Haupthalle des ersten Tempels und hören bei dem morgendlichen Gebet der Mönche zu und sind überwältigt von der Schönheit der Gebäude und der Harmonie zur Natur.

Ein Tempel reiht sich an den nächsten, jeder ist verschieden und auf seine Art einzigartig und mystisch. 

Dank dem campervaneigenem iPad, finden wir nicht weit von Nikko einen wunderschönen See an dem wir die Nacht verbringen und das erste mal ein Onsen besuchen, ein japanisches Thermalbad.  

80% des Landes besteht aus Bergen, mit grünen Hängen und erstaunlicherweise vielen schönen Wäldern. Mit kaum zu ertragenen 40 km/h (vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit) schlängeln wir uns durch die atemberaubende Landschaft. Ab und zu sehen wir kleine Dörfer. Wie schön zu sehen, dass selbst Neubauten im traditionellen Baustil gehalten sind. Jeder freie Platz wird für den Reisanbau genutzt. 

Die Straßen in den Bergen ähneln eher einem deutschen Waldweg und sind über Stunden wirklich anstrengend zu fahren. Durch unzählige grobgehauene und unbeleuchtete Tunnel kommen wir Matsumoto immer näher. Die Stadt gefällt uns wirklich gut. Wir schauen uns die berühmte Burg aus der Edo Zeit an, laufen durch die engen Gassen der Altstadt und trinken Tee. 

 

Hoch über Matsumoto wollen wir nach Kamikochi, einem National Park in den japanischen Alpen. Wieder fahren wir mit 40 km/h die Berge rauf, merken dass private PKWs nicht ins Tal Kamikochi dürfen, fahren mit 40km/h wieder runter und nehmen den Bus zum Park. Auch wenn Kamikochi sonst stark überlaufen ist, ist es jetzt erträglich. Während wir am Fluß entlang laufen, werden wir von Makaken beobachtet. Die Affenbande ist größer und neugieriger als uns lieb ist, zudem warnen Schilder vor Bären. Kamikochi tut unheimlich gut. Der Anblick von „echten Bergen“ war lange überfällig. 

 

 

 

 

 

Japan ist wunderbar, und wunderbar einfach zu bereisen. Auch wenn man mit Englisch nicht sehr weit kommt, funktioniert Zeichensprache und freundliches Lächeln überall. Ein paar einfache japanische Sätze haben wir vorab gelernt, um unseren Respekt zu zeigen. Wir können nach dem Weg fragen, sagen dass wir aus Deutschland kommen und Tee bestellen. In Narai, einem alten traditionellen Postdorf im Kiso Tal, sitzen wir auf Tatamimatten blicken raus auf die leeren Gassen und trinken Tee. Nie hätte ich gedacht, dass Japan noch solche idyllische, authentische Dörfer aus der Edozeit hat. Gerade das Kiso Tal am Berg Mt. Ontake ist für seine gut erhaltenen Dörfer bekannt. Hierdurch verläuft der Nakasendo Trail. Ein uralter Postweg der durch traumhafte Wälder und alte Dörfer führt. Eine Etappe des Wegs wollen wir laufen. Der Abschnitt zwischen Tsumago und Magome gilt als eine der schönsten Strecken des Trails. Die Hitze macht uns ordentlich zu schaffen, als wir nach einigen Stunden aus den Kiefernwäldern des Nakasendo nach Magome absteigen. Die alten Dörfer machen uns unheimlich glücklich und beruhigt mein Gewissen, da das Experiment „ Campen in Japan“ bis jetzt schon sehr gut funktioniert hat. Stellplätze für die Nacht finden wir immer spontan.

 

 

 

Die Hitze ist unerträglich als wir die Stadtgrenze nach Nara überqueren. In Japan herrscht Rekordhitze und hat in den letzten Tagen noch zugelegt. Glücklicherweise liegen alle Attraktionen der Stadt in einem riesigen Park. Zum ersten Mal geht es auf unserer Tour spürbar touristischer zu. In den letzten zehn Tagen waren wir meist die einzigen Europäer, hier fallen wir nun nicht mehr auf. Die meisten Touristen kennen Nara nicht wegen seiner vielen Tempel, sondern wegen der zahmen Rehe, die im Park leben und uns die ganze Zeit verfolgen. Eine der wenigen Attraktionen die wirklich einmal Eintritt kosten, wenn auch nicht viel, ist der Todai-ji Tempel. Wir schaffen es wirklich den ganzen, wahnsinnig heißen Tag im Schatten der Bäume zu verbringen. Nara ist ein ganz großes Highlight unserer Tour bisher und für mich der Beweis, dass buddhistische Tempel nie  langweilig werden können.

In den letzten zehn Tagen konnten wir den Großstädten und Metropolen Japans erfolgreich fernbleiben, doch heute wird sich das ändern. Unsere liebe Arbeitskollegin Motoko hat uns zu sich nach Osaka eingeladen und wir freuen uns riesig auf sie. Mal wieder viel zu früh kommen wir nach einstündiger Bahnfahrt im überfüllten Pendlerzug im Zentrum von Osaka an und vertreiben uns die Zeit mit shopping. Japan war für mich immer der Inbegriff für Elektroshopping und Moderne, dauergrinsenden Mangamädchen und Takeshi´s Castle -Teilnehmern, aber genau das Gegenteil ist der Fall. Ich habe die Japaner bisher als die normalsten und nettesten Menschen kennengelernt und garnicht mal so modern wie ich es mir manchmal gewünscht hätte, zumal wir fast nie mit Kreditkarte bezahlen können. Japan ist ein reines Bargeldland. Motoko hat sich einiges einfallen lassen um uns ihr Osaka zu zeigen. Nach einem 12 Gänge Tofumenü in einer einzigartigen Location alla „Kill Bill“ mit Papierwänden-Separee ( Ich hätte nie gedacht, dass Tofu so vielseitig und lecker sein kann) lädt sie uns auf das höchste Gebäude Japans ein, dem 300m hohen Abeno Harukas Building. Der Ausblick ist wahrscheinlich das Beeindruckendste was wir je gesehen haben, schon allein weil wir bis zum Horizont kein Ende der Stadt sehen. 

 

Zurück an unserm Camperbus sind wir nach all den Highlights die wir heute erlebt haben, verzweifelt. Die Hitze ist auch jetzt, spät in der Nacht so extrem, dass wir versuchen mit Handventilatoren und Eisblöcken uns etwas Abkühlung zu verschaffen, aber es gelingt nicht. Ich verbringe die ganze Nacht sitzend in meinem Klappstuhl zwischen einem Reisfeld und einem Seven Eleven 24h Geschäft. Es ist wirklich belastend nicht schlafen zu können. Wir müssen runter ans Meer, da wo der Wind wenigstens etwas weht. 

 

 

 

Zum ersten Mal in Japan nutzen wir eine Mautautobahn auf der wir, für sehr viel Geld, anstatt 40 km/h endlich einmal mit 70 km/h über Kobe in Richtung Shikoku düsen und uns über das Meer und den Anblick der Küste total freuen. Bekannt ist die Insel Shikoku für seinen Pilgerpfad der 88 Tempel. 

Irgendwie ist momentan der Wurm drin. Die Hitze hindert uns daran aktiv zu sein und die Hänge der Insel zu Fuß zu erkunden, die ersten 8 Tempel sind uns zudem zu neu und wenig spirituell und ausserdem verläuft der Pilgerpfad entlang der „Schnell“straße. Nach ein paar Nächten am Meer wollen wir wieder weiter nach Kyoto. Kyoto erhoffe ich mir als ganz grosses Highlight unserer Tour. In Gion, dem Viertel der Geishas, mieten wir uns in ein traditionelles HomeStay ein und schlafen auf Strohmatten auf dem Boden. Es ist wunderbar regelmässig zu duschen und den Bus mal stehen zu lassen. Drei Tage machen wir durch den Arashiyama, dem bekannten Bambuswald der Stadt unseren Morgenspaziergang, probieren immer wieder das beste japanische Essen zu jeder Tages und Nachtzeit, schlagen uns mit den Menschenmassen am Goldenen Tempel Kinkaku-ji, und zählen tausende rote Torii-Bögen des Fushimi Inari-Taisha Shinto Schreins. Kyoto hat so unheimlich viel zu bieten dass es beinahe in Stress ausartet. Ich liebe es, wie japanische Familien ihre Tradition wahren und ganz selbstverständlich Kimono tragen. Es ist kein verkleiden alla Disneyland, nein es ist eine ernstgenommen Ehre der Familie. 

„Ich will unbedingt noch nach Takayama bevor wir die Gegend verlassen“. 

 

Über Takayama in den japanischen Alpen, hatte ich im Vorfeld recht viel gehört. Die Kleinstadt ist wirklich toll, mit vielen Kunsthandwerkgeschäften, Strassenmärkten, idyllische Uferpromenaden am Fluss und natürlich Tempeln. Die traditionelle Kleinstadtatmosphäre ist wunderbar entspannt und genau richtig für einen Stopp, bevor wir wieder in die Berge verschwinden. Über kleine Pässe wollen wir in ein besonderes Dorf in den Bergen, Shirakawa, bekannt für seine alten Strohgedeckten Häuser. Nach einer Stunde Fahrt stecken wir in den Alpen fest. Die Pässe sind wegen Bauarbeiten gesperrt und auch eine zweite Strecke ist zu. 

 

Über unsere Oldschool-Landkarte gelehnt diskutieren wir wie es weiter gehen soll. Hiroshima im Süden fällt leider wegen schweren Unwettern aus aber Mount Fuji kann nicht länger warten. Option A: am Meer entlang mit vielen Städten und Industriegebieten, oder Option B: durchs Kiso Tal wie schon vor zwei Wochen und dann von Norden her auf den großen Berg zu. Option B erscheint uns sympathischer, schon alleine weil wir uns erhoffen noch eine Soba Nudelsuppe bei unserer japanischen Oma in Magome zu bekommen. Gesagt getan. Magome ist menschenleer als wir ankommen. Das Panorama über die japanische Bergwelt ist noch gewaltiger als bei unserem ersten Besuch in dem steilen Bergdorf. Die Sobasuppe ist wahnsinnig gut und war den Umweg wert. 

 

 

Und dann taucht er endlich aus dem dunstigen Wolkenband auf: Mount Fuji, wohl der Bilderbuchvulkan schlechthin. An seinem nördlichen Fuß finden wir in der Region der „Vier Seen“ einen tollen Stellplatz am Saiko Lake.

Die Foothills des Fujian sind traumhaft schön. Wir klettern in eine Eishöhle laufen zwei Tage durch den Aokigahara, den wie wir zuhause erst erfahren, Selbstmordwald in dem es spuken soll, baden im See und spielen Federball.  Wir diskutieren den ganzen Abend am Seeufer, wie wir Morgen am besten zur 5. Station an Fujisan`s Flanke kommen, ab da wollen wir zum Gipfel wandern. Ganz früh am Morgen nehmen wir den ersten Bus ab Kawaguschiko, springen an der 5. Station raus und laufen durch die aufsteigenden Wolken. Der Berg sieht auch jetzt aus der Nähe beeindruckend aus. Einige Stunden steigen wir von Bergstation zu Bergstation immer höher und sehen tief unter uns nur Wolken. Die Atmosphäre ist wirklich einzigartig.

Das Vulkangestein ist hier sehr fein und ist ähnlich schwer zu besteigen wie eine Sanddüne. Ab der sechsten Station wird das Gestein fester und felsiger. Einige Höhenmeter müssen wir klettern. Es macht soviel Spaß dass wir förmlich den Hang rauflaufen. Seit unseren Bergtouren in Amerika sind wir im steilen Gelände recht fit und genießen die sportliche Herausforderung am Fuji sehr, schon alleine weil wir in der Höhe zum ersten Mal eine Jacke tragen müssen. Es ist herrlich kühl nach unseren 40° die letzten Wochen. 

 

Zurück am Fuß des Fuji finden wir am Ufer des Motosu See einen wunderschönen Campingplatz in einem  Kiefernwald. Zum ersten Mal können wir unsere Hängematte genießen. Morgen müssen wir zurück nach Narita. Unsere drei Wochen im Camper sind zu Ende. Wir packen gerade unsere Sachen zusammen als über WhatsApp eine Nachricht von unserem Vermieter Andrej aufplobt. „ Bringt euch in Sicherheit, wir bekommen einen schweren Taifun ab“. Die Bilder des letzten Taifuns haben wir noch vor Augen und wollen nicht unbedingt hier im Wald unter den Bäumen bleiben. An einem nagelneuen „Michi no Eki“ suchen wir Schutz und harren einige Stunden aus. Der Regen ist heftig und warm wie eine Dusche aber ansonsten ähnelt der Taifun einem deutschen Sommersturm. Wir hatten wirklich Glück. In Osaka bebte die Erde und im Süden hat der Sturm Hänge abrutschen lassen.

 

 

 

 

Durch Tokio, mit seinen 35 Millionen Einwohnern mit dem Auto zu fahren, hätte ich unter anderen Umständen vermieden, doch jetzt wo wir mittendrin sind bin ich begeistert. Nie würde man in Europa und nichtmal in Los Angeles und New York solch eine Infrastruktur erleben. Die Autobahn führt futuristisch auf 40m hohen Stelzen eng zwischen den Hochhäusern des Bankenviertels durch, bevor es wie in einer Achterbahn steil in eine Tunnelröhre 50m tiefer geht. Alles ist modern, sauber und überschaubar, ein Erlebnis, was ich nicht missen will.

Bevor wir unseren Mazda Bongo in Narita zurückgeben besuchen wir den Naritasan Park mit seinen unzähligen Tempeln und Schreinen. Zu unserem Glück findet gerade die morgendliche Puja statt, die buddhistische Messe mit Gesängen und Getrommel. Schöner kann unsere Tour nicht enden. 

Tokio, und speziell unser Viertel Minato sind so ganz anders als wir erwartet hätten. Eher als ein 35 Millionen- Moloch hab ich mir Tokio vorgestellt, aber es ist so ruhig und sauber, schön und wenig hektisch. An jeder Ecke finden sich tolle japanische Parks mit Teehäusern und Seen.

 

Tokio ist eine wirklich faszinierende Stadt der ich einen eigenen Bericht schreiben muss. Verrückte Viertel wie Shibuya oder unser Besuch auf dem Tsukiji-Fischmarkt kämen ansonsten zu kurz. 

 

 

Nach 4 Tagen in Tokio machen wir uns auf den Weg zum Narita Airport, lassen die letzten Wochen revue passieren und sind auch etwas froh der Hitze entfliehen zu können. Aber Wir haben auch eine neue Lieblingsstadt gefunden. Tokio hat uns von der ersten Stunde an begeistert, mit seinen unbeschreiblich guten Restaurants, seinen Parks, seinem Spagat zwischen Moderne und Tradition. Ich bin unendlich froh dass das Experiment "Campen in Japan" so gut funktioniert hat und wir gerade auf dem Land soviel Tradition gesehen haben. Seit unserer Ankunft vor Vier Wochen hatten wir nicht einmal das Gefühl fremd zu sein. Im Gegenteil, wir fühlten uns immer willkommen und wohl. 

 

 

 

hier geht´s nach TOKYO

 

 

 

Tipps:

 

Mobiler WiFi Router mieten?

Anders als in Amerika, wo man sein Smartphone bequem mit dem öffentlichen WLan verbindet, braucht es meiner Meinung nach in Japan einen mobilen Router, den man sich bequem an allen Flughäfen mieten kann. In den Ankunftsbereichen der Flughäfen gibt es zahlreiche Stände aller großen Mobilfunkanbieter, wobei Ihr euren Router schon von Deutschland aus reservieren solltet. Hier die Seite unseres Anbieters ANYFI.com

 

Ihr wollt in Japan Auto fahren? 

Die Infrastruktur in Japan ist sehr gut ausgebaut und die Japaner sind sehr rücksichtsvolle Fahrer, also keine Angst. Verkehrsschilder sind zudem zweisprachig. Was Ihr aber benötigt ist eine Übersetzung eures Führerscheins die Ihr bei JAF, dem japanischen ADAC beantragen müsst. Einige Vermieter helfen Euch aber auch dabei.

 

Japans Ruf als teures Reiseland.

Ganz ehrlich- ich weiss nicht woher Japan seinen Ruf als teures Reiseland hat, aber für uns war es sehr günstig. 

  1. Unser Flug mit Aeroflot mit Zwischenstopp in Moskau kostete 670,- 
  2. Lebensmittel in Japan sind von exzellenter Qualität und waren meist günstiger als in Deutschland. (Außer Obst, was fast unbezahlbar ist).
  3. Ok der Campervan kostete für 21 Tage schon 1200€ , dafür kostete Benzin etwas weniger als in Deutschland und Übernachtet haben wir, bis auf ein Mal, kostenlos.
  4. Mautstraßen sind sehr teuer. Wenn ihr Zeit habt und keine weiten Strecken fahren müsst, könnt Ihr problemlos Landstraßen nehmen.

Der Sommer ist keine Hauptreisezeit für Japan. Zur Kirschblüte oder im Herbst, wenn Japan besonders schön und begehrt ist, steigen natürlich auch die Preise.